FGZ: Zukunftsfähige, sozialgerechte Bildung und Ausbildung

 

Zum Thema Bildung, Ausbildung, Jugend geben wir zunächst einen Focus-Artikel vom 26.05.2011 wieder, der die Situation unseres Bildungswesens u.E. treffend beschreibt:

 

"Deutschland im EU-Vergleich äußerst schwach

 

Schlechte Noten: was die Themen Bildung, Ausbildung sowie Arbeitsmarktchancen betrifft, steht Deutschland schlechter da als die meisten EU-Länder. In einem Punkt sieht es sogar ganz düster aus-

 

Deutschland läuft einer Studie zufolge seinen europäischen Nachbarn im Hinblick auf soziale Gerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit hinterher. Dies geht aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Untersuchung der Berliner Denkfabrik Berlinpolis hervor. Danach konnte sich Deutschland zwar im Vergleich zur Vorgängerstudie 2006 um vier Plätze verbessern, landet jedoch mit Rang 19 von 27 immer noch im letzen Drittel. Europäische Spitzenreiter sind wie schon in der Vorgängerstudie die skandinavischen Länder und die Niederlande.

 

Die Studie bewertet mithilfe von über 35 empirischen Indikatoren insgesamt fünf Dimensionen: Einkommensverteilung und soziale Absicherung, Zugang zum Arbeitsmarkt, Bildungs- und Ausbildungschancen, Geschlechtergleichstellung sowie das Generationenverhältnis.

 

Zu wenig junge Menschen

 

Die schlechteste Bewertung erhält Deutschland hinsichtlich des Generationenverhältnisses. In keinem anderen Land lebten so wenig junge Menschen im Vergleich zu Rentnern.  In den Bereichen Bildung und Ausbildung sowie Arbeitsmarktchancen landete Deutschland im unteren Mittelfeld, bei Einkommensverteilung und sozialer Absicherung etwas weiter vorn. Vergleichsweise gut geht es den deutschen Frauen: Die beste Platzierung wurde in der Kategorie  Geschlechtergleichstellung mit Rang 9 erreicht, wo sich Deutschland knapp hinter der Spitzengruppe befindet.

 

Zu den wichtigsten Problemen in Deutschland zählen der Studie zufolge die Integration von "bildungsfernen Schichten" sowie die nochmals verschlechterten Erwerbschancen von Zuwanderern. "Besonders Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbände müssen sich stärker ihrer Verantwortung stellen und Angebote machen", forderte Daniel Dettling, Herrausgeber der Studie und Vorsitzender von Berlinpolis".

 

 

"Grundlagen für eine dynamische Zukunft legen

 

Ein hohes Niveau der allgemeinen und beruflichen Bildung trägt maßgeblich dazu bei, dass sich Europa als Wissensgesellschaft weiterentwickeln und in der globalisierten Weltwirtschaft bestehen kann.Zwar legt jedes einzelne EU-Land  seine Bildungspolitik selbst fest, doch setzen sich die Mitgliedsstaaten gemeinsame Ziele und tauschen sich über empfehlenswerte Verfahren aus. Zusätzlich fördert die EU zahlreiche Programme, die es den Bürgern ermöglichen, in anderen Ländern zu studieren, eine Ausbildung zu absolvieren oder Freiwilligenarbeit zu leisten. So entwickeln sie sich persönlich weiter und nutzen das wirtschaftliche Potenzial der EU bestmöglich". (Aus "Europa - Das Portal der EU", www.europa.eu/pol/educ/index_de.htm)

 

 

 

 

 

 

 

Link:

Chancen einer alternden Gesellschaft:

Anmerkung FGZ: Schule ist nicht mehr auf reine Wissensvermittlung beschränkt, denn alles Wissen steht im Internet zur freien Verfügung. Vielmehr soll die Schule jungen Menschen Orientierung geben, Methoden aufzeigen und an die Hand geben, mit diesem Wissen umzugehen. Wichtig ist, dass junge Menschen Selbstbewusstsein und Selbstsouveränität erlangen zur Identitätsvermittlung. Kinder müssen lernen, mit Komplexität, Sicherheitsschwund und Ungewissheit umzugehen.

Schlechteste Abi-Noten in Niedersachesen, die meisten Durchfaller in Mecklenburg-Vorpommern.

Anmerkung FGZ: Die Schulsysteme in Thüringen und Brandenburg mit den besten Abi-Noten setzen stark auf Ganztags-Leistung.

FGZ-Anmerkung zum OSZE-Bericht:

Der internationale Vergleich hinkt, zumal er unberücksichtigt lässt: Folgen von Digitalisierung und Robotik, insgesamt sinkende Bildungsausgaben, fehlende Kindergärten rund um die Uhr, individuelle Förderung und gebundene Ganztagsschulen, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

 

Wie beurteilen Sie den Standortfaktor Bildung und Ausbildung sowie die Arbeitsmarktchancen in Deutschland und hier insbesondere in Hessen? Werden die Prioritäten richtig gesetzt? Ist unser Bildungssystem zukunftsfähig? Ist die Ökonomisieung der Bildung richtig oder soll das humanistische, ganzheitliche Bildungsideal gelten? Wie soll der Bildungsbenachteiligung begegnet werden?  Sollen vor allem die individuellen Talente, wie z.B. in Finnland,  gefördert werden? Werden genügend Mittel für die einzige Ressource in Deutschland eingesetzt? Wie will die Gesellschaft den Werteverlusten entgegensteuern? Teilen Sie dem Sprecher der Generationenzukunft (FGZ) Ihre Meinung mit:

 

Helmut Baltrusch

H.-Müller-Netscher.-Str. 11

65343 Eltville

E-Mail: hr.balelt@t-online.de

 

Herr Baltrusch wird sich zeitnah mit Ihnen per E-Mail oder telefonisch in Verbindung setzen.

 

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