FGZ: Wohnformen für Generationen - Zukunft gestalten mit familienfreundlicher Perspektive

 

Generationenübergreifendes Wohnen und Gesundheitsversorgung

                                   

  

 

Wie möchten wir in Zukunft leben und wohnen? Diese Frage bewegt viele Menschen in unterschiedlichen Lebensituationen bzw. -Formen. Dabei denken jedoch die wenigsten an ihre Wohnsituation im Alter.  Die verschiedenen Wünsche und Bedürfnisse gilt es zu berücksichtigen. Dabei gibt es Schnittmengen mit den Wohnbedürfnissen anderer Altersgruppen. Unsere Vorschläge berücksichtigen die Vielschichtigkeit der gesellschaftlichen Prozesse und zeigen die Notwendigkeit frühzeitiger Weichenstellungen auf. Die FGZ-Initiative mit ihrem Sprecher Helmut Baltrusch stellt dabei in Planung befindliche Wohnmodelle und Einrichtungen zur künftigen Gesundheitsversorgung vor.  Zudem fördern Investitionen in die zukunftsbestimmenden Standortfaktoren Wohnen, Gesundheit und soziale Infrastruktur messbar die nachhaltige Wirtschaft, Beschäftigung und Kaufkraftbindung vor Ort.

 

Unsere Idee beinhaltet das Gemeinschaftliche Wohnen unter einem Dach mit Übernahme von Verantwortung und einem selbstbestimmten  Leben.  Das Ziel  unserer Wohnprojekte ist es, das generationenübergreifende Wohnen in den eigenen vier Wänden innenstadtnah und barrierefrei für Familien, Alleinerziehende, Singles, Senioren und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu ermöglichen. Diese Wohnformen  bringen für alle Generationen Vorteile. Für das Zusammenleben gelten dabei folgende Leitziele:

 

Wir wollen:

 

 In Toleranz und Respekt zusammenleben, uns im Sinne guter Nachbarschaft gegenseitig unterstützen und bedarfsweise Unterstützungsleistungen von Dritten suchen, ohne Zwang gemeinsame Aktivitäten planen, organisieren und durchführen, dass jeder als Mieter oder Eigentümer nach seinen Möglichkeiten ein Stück Verantwortung für das Gelingen des Ganzen übernimmt, ein offenes Haus nach innen und außen sein und uns uns bei allen Aktivitäten an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit orientieren.

 

Das derzeitige Gesundheitssystem und die herkömmlichen Wohnformen entsprechen nicht ausreichend den künftigen Herausforderungen in einem ländlichen Rheingau.

 

Alle Fachleute halten eine stärkere Vernetzung von Pflege- sowie ambulanter und stationärer ärztlicher Versorgung für unabdingbar. So ermöglichen die Entwicklung von kommunalen Gesundheitszentren und der Ausbau von ganzheitlichen Versorgungszentren aus Ärzten, Therapeuten, Pflegern und Sozialarbeitern die Erfüllung der zukünftigen Anforderungen. Die jetzige Organisation des Gesundheitswesens ist durch die Anbieter dominiert und nicht am Bedarf orientiert. Die laut demografischer Entwicklung sinkende Einwohneranzahl führt zu einer älter werdenden Bevölkerung mit entsprechendem Bedarf an medizinischer Versorgung. So ist dieses Projekt bedarfsorientiert.

 

Der demografische Wandel (http://www.rheingau-taunus.de/pdfdat/DemogrWandeliRTK1.pdf)  und ein wachsendes Bedürfnis nach Selbstbestimmung älterer Menschen lassen neue Wohnformen entstehen: Gemeinschaftliches bzw. generationenübergreifendes Mehrgenerationenwohnen, Betreutes Wohnen, Senioren-WG`s und generationenübergreifende Pflegeeinrichtungen gehören dazu. Die altersgerechte Anpassung der eigenen Wohnung kann eine Alternative sein, um den Aufenthalt in einem Alten- oder Pflegeheim wesentlich zu reduzieren. Infolge des demografischen Wandels wird die Anzahl der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen in unserem Gebiet steigen. Eine Anpassung der kommunalen Angebote an die medizinischen Bedürfnisse und die veränderte demografische Entwicklung ist bisher in keiner Gemeinde des Rheingaus im erforderlichen Umfang erfolgt.

 

Wir brauchen ein Mehr an:

 

  •      pflegerischer (ambulanter) und medizinischer Infrastruktur mit Ambulanzen zur  

                Primärversorgung

  •     Beratungs- Hilfs- und Betreuungsangebote für das Verbleiben in der eigenen  Wohnung      

                (Wohnungsanpassung, ambulante Dienste)

  •      Senioren- und Familienbörse zum Austausch von Dienstleistungen       
  •     Genügend Pflegeplätze, teilstationäre  Pflegeplätze  (Tagespflege, temporäre                               Vollzeitpflege), Pflege- WG’s

       

Aus den künftigen Anforderungen ergibt sich das Pilotprojekt der Projektanten/innen :

 

Das Mehrgenerationenquartier "Quartier Vitale" als Wohnen und Gesundheitseinrichtungen

 

unter einem Dach. In diesem Quartier, das z.B. mitten im Rheingau entstehen kann, werden verschiedene Ansätze aufgegriffen, die innovative Konzepte für einen konstruktiven Umgang mit den Herausforderungen des demografischen Wandels repräsentieren und notwendige Beratungs-, Hilfs- und Betreuungsangebote für das Verbleiben in der eigenen Wohnung (Wohnanpassung, ambulante Dienste) ergänzen durch:

 

       -  Mehrgenerationenhaus als offener Treffpunkt im Quartier mit Senioren- und Familienbörse,

       -  Mehrgenerationenwohnen als selbstorganisierte Lebensform in nachbarschaftlichen  

   Strukturen, z.B. für Alleiner- ziehende, junge Senioren und (Wahl-) Familien,

-  Pflegeheim mit generationenübergreifendem Konzept:

           - Teilstationäre Pflege (Tagespflege)

           - Vollständige Pflege (Dauer- und Kurzzeitpflege)

           - Ambulante Pflege (Sozialstation)

           - Pflegewohngruppen als kleinteiliges Betreuungsangebot

           - Betreutes Wohnen als bedarfsorientierte Dienstleistung

       - Fachärztliche Ambulanz als Versorgungszentrum mit 4-6 Ärzten einschl. Hausärzten,

         Therapeuten, Schwestern,  Pflegern und Sozialarbeitern.  

 

Soweit der Bedarf, der jedoch nicht allein auf nur einem Grundstück gedeckt werden kann. Auf der Basis einer fundierten Bedarfsanalyse wird ein integriertes Konzept mit möglichst vielen Wohnalternativen entwickelt und am besten auf einem Grundstück im Stadtzentrum zusammengeführt. Dieses Zukunftsprojekt "Alt & Jung" ist einmalig und beispielhaft  in Deutschland. Wir haben ein Modell entworfen, um der Überalterung im ländlichen Gebiet und dem Wegzug in urbane, prosperierende Kommunen entgegenzuwirken. Jung und Alt wünschen eine alternative Wohnform für rüstige, gesunde Ältere und z.B. Alleinerziehende mit Kindern, ebenso für Pflegebedürftige. Eine Wohngemeinschaft, in der der Einzelne seinen Alltag eigenständig gestalten kann und die Hilfe zur Selbsthilfe im Bedarfsfall familienfreundlich funktioniert.

 

Vom typischen Altersheim halten die Projektinitiatoren nicht viel. Wir wollen mehr. Vor allem für die Menschen im ländlichen Umfeld. Stirbt der Partner, bleibt der Überlebende oft überfordert mit Haus und Hof zurück. Kaum ein Hinterbliebener kann bei sinkendem Rentenniveau künftiger Generationen   eine Unterhaltung finanziell und körperlich allein bewältigen. Die Folge: das Pflegeheim für diejenigen, die gebrechlich sind, und für die Agilen die Zweizimmerwohnung in der Stadt - was für Angehörige  und Freunde meist weite Besuchswege bedeutet. Eine solche Zukunft lehnen viele Menschen ab.

 

Es gibt bereits Anfragen auf Wohnplätze aus Eltville. Die Interessen von Jung und Alt sollen sich im Wohnmodell wiederfinden. Ältere können im Bedarfsfall die Kinder von Stadtbewohnern und Alleinerziehenden im Wohnquartier betreuen und Ihre Kenntnisse im Haushalt weitergeben. Die generationenübergreifende  Pflege und die Ambulanz schaffen Arbeitsplätze. Nachhaltige Jobs müssen her, sonst  droht die Abwanderung in das Rhein-Main-Gebiet, droht das soziale Netz zu zerreißen. 

 

Eine intakte Stadtstruktur sollte den Zuzug nach Eltville begünstigen. Die Menschen wollen auch ohne Auto mobil bleiben - Eltville kann das Rennen machen. Der möglichen Konkurrenz aus Wiesbaden und dem Umfeld des Rheingaus sollte die Stadt am Rhein mit dem Mehrgenerationenquartier als Sozialzentrum begegnen. Mit einem Anteil von 3,3 % -statt der durchschnittlichen 1.5 %- an Pflegeplätzen gilt es, Eltville als begehrten Pflegestandort zu erhalten, sowie generationenengerecht und -übergreifend auszubauen. Ebenso erforderlich ist die Ausweitung des altergerechten Wohnungsangebotes, z.B.  durch die Wohnungsbaugesellschaften.

 

Mit einem Bauträger/Projektentwickler/Wohnungsbauunternehmen als Investor und dessen Beteiligung an der Ausschreibung sowie der Vermittlung von  Käufern, Mietern  und geeigneten Trägern für die Nutzungsformen des Projektes wollen wir  dessen Realisierung angehen .

 

Wie wollen Sie in Zukunft wohnen und leben?

 

 

Generationenübergreifendes Wohnen unter einem Dach:

LINK-LISTE zur weiteren Information:

 

-  Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.     www.fgw-ev.de

-  Kompetenznetzwerk  Wohnen                     www.kompetenznetzwerk-wohnen.de

-  Neues Wohnen im Alter                               www.nwia.de

-  Wohnbund                                                   www.wohnbund.de

-  Datenbank mit realisierten Projekten          www.wohnprojekte-portal.de

-  Genossenschaft für selbstverwaltetes,

   soziales und ökologisches Wohnen             www.wogeno.de

-  Zahlen zur Altenhilfe                                    www.kda.de

-  Demografischer Wandel in Deutschland      www.-ec.destatis.de

-  Info für Kommunen                                      www.bmfsfj.de

-  Bundesverband für Baugemeinschaften      www.bundesverband-   

                                                                       baugemeinschaften.de

-  Mietshäuser Syndikat, Hausprojekte

   zur Miete                                                      www.syndikat.org

             

                                                                                

                                                              

 

 

Wohnen im Alter:

 

 

 

 

Link:

HANS BÖCKLER  STIFTUNG: In Deutschlands Großstädten fehlen fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen:

Wohnen, Gesundheit, Arbeit in Stadt und Land:

Das Stat. Bundesamt hat nur die in einer Wohnung zusammen lebenden und wirtschaftenden Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft statistisch erfasst. Es fehlen die zunehmend in mehreren Wohnungen eines Hauses oder Häuser eines Komplexes oder Quartiers lebenden generationenübergreifenden Wohngemeinschaften. Wenn Sie sich zu dem Thema äußern möchten, können Sie das per E-Mail an folgende Adresse tun: Helmut Baltrusch, hr.balelt@t-online.de Danke im Voraus!